Tofu als guter Einstieg?

13 Apr

Das war meine Frage, nachdem bei drei gekochten Gerichten nur von einem Gericht brauchbare Fotos entstanden sind. Tofu hat in meinem Freundeskreis keinen guten Ruf. Wenn ich ehrlich bin, bei dem, was ich in manchen Restaurants schon vorgesetzt bekommen habe, wundert mich das auch nicht. Aber man sollte ihm mehrere zweite Chancen zukommen lassen und diese am Besten selbst nutzen. Wenn der Dreh raus ist, wird’s zu einem super Plus in der Küche, das mal Abwechslung in die Speisenwelt bringen kann. Wichtig: Abwechslung! Nicht Ersatz!  Ein häufiger Kommentar, den ich höre: „Tofu kann Fleisch einfach nicht ersetzen.“ Darum geht und ging es mir auch nicht.

Ich habe Tofu auch nie als den billigen Fleischersatz gesehen, als der er von einigen Leuten beworben wird. Aus mehreren Gründen: a) Manche Dinge sind für mich kein Ersatz für etwas anderes, sondern einfach eine vollwertige eigene Möglichkeit; b) Tofu hat, egal wie ich ihn verarbeitet habe, nie nach Fleisch geschmeckt. Ganz zu Schweigen von der Konsistenz…; c) Tofu ist in normalen Supermärkten alles andere als billig.

Ich weiß nicht mehr, wie wir auf das Thema kamen, aber  vor einiger Weile haben Tami und ich über Tofu gesprochen und wir kamen dabei zu den oben genannten Gründen. Tami hat mir dann eröffnet, dass ich Tofu doch lieber im Asialaden kaufen sollte, da er dort billiger zu bekommen ist. Gesagt getan, ich habe mir 400g „härteren“ Tofu gekauft und der Preisunterschied war wirklich immens. In etwa die Hälfte, wenn ich mich richtig erinnere. (Info: Der härtere Tofu ist laut Verkäufer besser zum Anbraten geeignet, der weichere Tofu besser als Suppeneinlage.)

Nun zu Grund „a“. Tofu als eigenes Gericht: Nachdem ich den Tofu, wie geplant –hust-, längere Zeit im Kühlschrank nachreifen lies, habe ich mich von Kochbüchern und dem Internet inspirieren lassen und ein kleines, sehr einfaches Gericht zubereitet. Im Namen geben bin ich nicht sonderlich kreativ. Aufgrund der doch eher begrenzten Anzahl der Zutaten, nenne ich es einfach mal „Tofuhäppchen mit Reis und Fisolen“ (Fisolen = grüne Bohnen). Den Ablauf und meine Schwierigkeiten sind im Rezept nachzulesen. Vielleicht helfen euch ja meine Notlösungen. Natürlich seid ihr auch gerne dazu eingeladen, mir Tipps zu geben, wie ich es besser machen könnte.

 

Zutaten:

  • Tofu (400g-Packung)
  • Zwei Limetten oder eine Zitrone (Limetten sind besser, aber ich habe keine unbehandelten gefunden)
  • Ca. 3 EL Sojasauce
  • Pfeffer, Zucker
  • Fisolen
  • Knoblauch (in Scheiben geschnitten)
  • Rote Chilischoten (in Ringe geschnitten)
  • Basmatireis

 

Zubereitung:

Die Sojasauce, den Zucker, den Pfeffer und einen Großteil des Limetten/Zitronensaftes vermischen und verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Bei dem Verhältnis Zucker/Zitrus- Saft müsst ihr etwas Gefühl beweisen. Mir wurde es beim ersten mal zu sauer. Danach noch die Schale der jeweiligen Zitrusfrucht hineinreiben und alles mischen.

Den Tofu in große, dünne Scheiben schneiden und für mind. 15 Minuten in die Marinade legen (Ich packe am liebsten alles in einen TK-Beutel und lasse darin marinieren).

Den Reis könnt ihr in der Zwischenzeit schon mal aufstellen. Ich habe nichts besonderes gemacht, einfach Reis, Wasser und Salz.

Die Fisolen in Salzwasser ca. 8-10 Minuten (grob geschätzt) garen.

Ich habe den Wok für den Tofu und die Pfanne für die Bohnen gleichzeitig heiß werden lassen (Es war mein erster Versuch mit Fisolen und da musste ich wegen dem Timing raten). Den Wok auf höchster Stufe, um auch ordentlich Hitze zu haben. In die Pfanne Butter geben, dann den Knoblauch und die Chilischote kurz anbraten und die Fisolen hinzugeben. Zur gleichen Zeit sollte der Wok heiß sein und der Tofu kommt, mit etwas geeigneten Öl, hinein. Dann kann es losgehen mit dem Pfannenrühren.

Nach ca. 5 Minuten war bei mir alles fertig. Der Tofu schön gebräunt und die Bohnen noch wunderbar bissfest aber durchgegart. Beim Reis ist das Zeitfenster ja eh etwas größer.

Ich hoffe, dass ihr mit diesem Rezept vielleicht auch auf den Tofuzug aufspringen wollt. Ich warte gespannt auf Anregungen und/oder Beschwerden.

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  1. Projekt: “Good Meats” | Studentenküche - 7. Januar 2013

    [...] Vielleicht erinnert ihr euch ja an mich, ich hab vor einiger Zeit hier mal ein Rezept als Gastautor veröffentlicht. Leider blieb es dann nur bei dem einen, was neben zeitlichen [...]

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