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Dal

Rezept Dal

So ihr lieben Foodies, jetzt mal im Ernst: wer kennt Küchenplausch nocht nicht? Ich denke, mittlerweile hat sich die Community für alle, die gerne kochen und genießen, längst herum gesprochen. Noch ist die Hauptseite zwar nicht Online, aber auf der Facebook-Seite von Küchenplausch zeigt Isabell schon seit einigen Monaten täglich viele leckere Rezepte. Bunt gemischt von allen Blogs die so im deutschen Sprachraum herumschwirren… wobei, soo bunt gemischt ist das vielleicht auch nicht. Es werden wirklich nur die Rosinen rausgepickt, wie man so schön sagt, damit man als Leser auch garantiert am Bildschirm klebt und und gar nicht anders kann, als jeden Link anzuklicken. Ein toller Service also, der aber leider oft hunger verursacht!

Vor rund einem Monat feierte Küchenplausch den 1.000 Fan auf Facebook. Darum hat sich Isabell etwas einfallen lassen: sie hat den „1001 Nacht“-Event ins Leben gerufen. Auf gut deutsch heißt das: Rezepte, Rezepte, Rezepte + ein Dal Rezept von mir!

Ihr seht, ich bin begeistert von der Idee. Das gebe ich gerne zu. Denn durch diese Initiative bin ich auch auf viele, viele andere tolle Blogs aufmerksam geworden, unter anderem auch auf „Tobias kocht“. Tobias hat sich voll und ganz dem Kochen verschrieben.  Zumindest ist das jedes mal mein Eindruck, wenn ich seinen Blog lese. Er hat mittlerweile mehr als unglaubliche 600 Rezepte gekocht, fotografiert und schlussendlich auf seinem Blog veröffentlicht. Seine Rezepte sind mediterran geprägt, frische Zutaten sind für ihn ein Muss.

Und warum erzähl ich euch das Alles? Weil auch bei Tobias momentan ein Kochevent läuft. Das Überthema lautet „Mediterrane Gewürze und Kräuter“, derzeit geht es speziell um Kreuzkümmel. Und auch bei diesem Event möchte ich gerne mein Dal Rezept zeigen.

Und für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt’s hier die Links zu Tobias kocht und Küchenplausch:

Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - KREUZKÜMMEL - TOBIAS KOCHT! vom 1.03.2012 bis 1.04.2012 

 

So, und jetzt komme ich ins Spiel… oder genauer gesagt mein Freund. Der war nämlich im letzten Jahr in Syrien auf Urlaub. Als er wieder zurück war, hat er wochenlang von dem ach so guten Dal geschwärmt. Dal würde ich grundsätzlich als ein Eintopf-Gericht bezeichnen. Und er mag sowieso alles was mit Sauce zu tun hat, und vor Schärfe nur so strotzt. Dal passt somit zu ihm wie die Faust auf’s Auge.

Anfangs war ich dem Gericht gegenüber etwas skeptisch. Nicht, weil ich es nicht probieren wollte. Aber er wollte das Dal dann im Frühling/Sommer haben. Für mich ist das die Zeit von frischen Salat und gegrillten Steaks. Nicht von Eintöpfen bzw. Dal. Trotzdem habe ich mich überreden lassen, schließlich wird Dal vielerorts, vor allem aber auch in sehr warmen Regionen gekocht.

Und ich fand’s wirklich lecker! Aber ich habe mich nicht ganz an das Rezept von meinem Freund gehalten – auf seinen Rat hin. Er hat mich nämlich vor Kreuzkümmel, ein wichtiges Gewürz bei Dal, gewarnt. Jeder der schon einmal Kreuzkümmel probiert hat, weiß vermutlich was ich meine. Ich habe selten ein Gewürz probiert, dass so dermaßen intensiv ist wie Kreuzkümmel. Darum möchte ich den Tipp gerne weiter geben: dosiert vorsichtig! Während im Rezept meines Freundes, das er mitbrachte, von 2 TL Kreuzkümmel die Rede war, hat er mich nach einem Riechtest davon überzeigt, es vorerst nur mit 1 TL zu probieren. Das war auch schon sehr intensiv. Nichts desto trotzdem werde ich es das nächste mal mit etwas mehr Kreuzkümmel versuchen, und auch mit frischen Ingwer. Den hab ich leider nicht bekommen.

Ein wichtiges Thema hier bei mir in der Studentenküche ist ja immer die Zubereitungszeit, denn es soll schnell gehen. Allerdings habe ich da für mich einen kleinen Kompromiss geschlossen: wenn es länger dauert, darf im Gegenzug die Zubereitung nicht zu Aufwendig sein. So wie das bei Dal der Fall ist. Es benötigt ca. 60 Minuten, was sich durchaus lange anhört. Aber es ist wie gesagt ein Eintopf, d.h. es gibt 10 Minuten Vorbereitungszeit und dann köchelt das Dal in Ruhe vor sich hin. Ab und an mal etwas umrühren, damit nichts anbrennt, und es ist alles in Ordnung. In den 50 Minuten kann man dann andere Dinge erledigen und muss nicht vor dem Herd stehen. Für mich ein akzeptabler Kompromiss, vor allem weil das Dal wirklich lecker ist:

 

Zutaten für 3-4 Personen:

  • 2-3 Tassen rote Linsen (auf meiner Packung stand sogar „Dhal-Linsen“)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2 -4 Zehen Knoblauch
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Chillischoten (aber auch nur meinem Freund zu liebe, ich würde es das nächste mal eher nur mit einer versuchen)
  • 1 TL Ingwer (gemahlen)
  • 1 TL Kurkuma (gemahlen)
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriander
  • 1 TL Salz
  • 1/2-1 kleine Dose Kokoscreme
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2-4 Tassen Reis

 

Kochutensilien:

Messer, Schneidebrett, 2 Kochtöpfe mit Deckel, Kochlöffel

 

Zubereitung:

Die Linsen gut in kaltem Wasser waschen. Wenn das Wasser klar ist, sind die Linsen ordentlich gewaschen.

Linsen in einen Topf mit Wasser geben. Dabei sollt das Wasser so ca. 1cm über den Linsen stehen.

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und zu den Linsen geben. Lorbeerblat, Ingwer und fein geschnittene Chilischoten ebenfalls zu den Linsen geben. Deckel halb darauf, so dass später der Dampf etwas entweichen kann.

Das Ganze jetzt bei mittlerer Hitze ca. 20-25 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit nichts anbrennt. Man kann auch immer wieder etwas Wasser nachgießen, aber bitte immer nur schluckweise. Es sollte nicht zu flüssig werden. Wenn die Linsen weich sind, ist das Dal im Prinzip fertig. Fertiges Dal hat eine recht sämige Konsistenz, fast so wie Kartoffelpüree.

Ich habe nur Kreuzkümmelsamen und Koriandersamen zu Hause. Darum hab ich die Samen noch mit einem Mörser fein gemahlen. Anschließend die fein gemahlenen Samen und das Salz unter die Linsen rühren. Jetzt muss das ganze noch auf niedrigster Stufe ca. 20-25 Minuten ziehen.

In der Zwischenzeit in einem zweiten Topf den Reis nach Anleitung/ nach eigenem Geschmack kochen.

Vor dem Servieren die Kokoscreme und den Zitronensaft in das Dal einrühren und das Lorbeerblatt entfernen. Eventuell noch mit etwas Salz nachwürzen, je nach eigenem Geschmack.

 

     – Mahlzeit

Welches ist euer Lieblingsgericht, dass  ihr aus einem Urlaub mitgenommen habt?

Rezept Dal

 

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6 Kommentare

  1. Fabian sagt

    Das mit dem Kreuzkümmel stimmt, aber wenn man ihn richtig dosiert, ist er wirklich gut. Ich pack ihn auch gern ins verschiedene Hackfleischgerichte, wenns zB marrokanisch angehaucht sind. Und in meiner Reisfleisch-Gewürzmischung ist es auch ein wichtiger Bestandteil 🙂

    • Tami sagt

      Hm, ins Reisfleisch? Ist auch interessant, ich nehm da meistens normalen Kümmel… 😉

  2. Witzig, ich hatte mir auch zuerst vorgenommen ein Dal zumachen, aber gestern wo ich so gefrühstückt habe viel mir noch etwas anderes ein, das gerade im Eisschrank fertig wird und leider noch keinen Namen hat^^. Das Dal sieht auf jeden Fall lecker aus und dein Bild zählt auf jeden Fall auch zu denen die man anklicken muss weil man einfach mehr wissen möchte und ja jetzt habe ich auch hunger 😉

    • Tami sagt

      Samira, das ist aber lieb von dir – vielen Dank!! 🙂
      Ich bin gespannt, welchen Namen du für dein Geheimnis aus dem Eisschrank findest 😉

    • Tami sagt

      Danke für die Blumen! Freut mich, dass ich da wohl deine Geschmacksnerven getroffen haben 😉

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