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Zügle deine Fleischeslust, mein Kind!

Quelle: at-verlag.ch

Allgemeine Informationen:

Autor: Hugh Fearnley Whittingstall
Fotos: Simon Wheeler
Übersetzt ins Deutsche: Susanne Bonn
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: AT Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-03800-725-8

 

Inhalt:

Das Buch beginnt mit der Einleitung des Autors, in der er erklärt, was er mit dem Buch erreichen möchte, was der Unterschied zwischen einem Gemüsekochbuch und einem vegetarischen Kochbuch ist und was man unter einem wählerischen Allesfresser verstehen kann.
Gleich danach, ab Seite 14, beginnt das erste von 10 Kapiteln voller Rezepte. Vor jedem Kapitel gibt es ein kleines Vorwort vom Autor.

  • Ein Fest für Gaumen und Seele (Könnte man mit „soul food“ aus dem Garten übersetzen)
  • Herzhafte Salate
  • Roher Genuss
  • Suppe satt
  • Brot & Co.
  • Aus dem Vorratsschrank
  • Pasta, Reis & Co.
  • Mezze & Tappas
  • Gebraten & gegrillt
  • Beilagen

Zum Abschluss gibt es noch zwei kleine praktische Kapitel und danach natürlich das Rezeptregister

  • Auf Vorrat (was man so daheim haben sollte)
  • Vegetarisches zum Mitnehmen

 

Meine Meinung:

Ich war immer etwas skeptisch, was vegetarische Kochbücher anging. Ganz genau habe ich die Gründe dafür noch nicht verstanden, aber meistens lösten diese mit ihren Rezepten bei mir eher den Anschein von Beilagen-Kochbüchern aus. Wenn man aber, so wie ich, weniger Fleisch konsumieren möchte und gleichzeitig ein Anfänger in der vegetarischen Küche ist, kann das schon sehr frustrierend sein. Zum Glück kam dann „Täglich vegetarisch“.

Was mir beim ersten Mal durchblättern auffiel war, dass der Autor viel Wert auf einfache Ausführung legt. Keine oder nur sehr wenige ausgefallene Gemüse- und Gewürzsorten sind für das nachkochen nötig. Das meiste bekommt man leicht im Supermarkt an der Ecke und sogar wenn etwas „ausgefalleneres“ dabei ist (z.B.: Pak Choi), stehen Alternativen dabei, die leichter zu finden sind (z.B.: Spinat).

Was mir am meisten an dem Buch gefällt ist, dass es keine Rezepte enthält, die einfach nur Fleischgerichte ohne Fleisch sind. Auf Lasagne mit Bolognesesauce ohne Fleisch wäre ich auch allein gekommen, Lasagne mit Pilzen und Grünkohl hätte ich von allein aber nicht so schnell ausprobiert. Zudem gibt es keine Rezepte mit „Fleischersatz“ aus Seitan oder Soja. Ich habe nichts gegen diese Produkte, aber ich sehe einen Unterschied zwischen weniger Fleisch essen und mehr Fleischersatz-Produkte essen. 😉

Bis jetzt habe ich neun Rezepte aus Täglich Vegetarisch probiert. Die waren eine Art Zufallsauswahl aus 50 Rezepten, die ich beim ersten groben sondieren rausgeschrieben habe. Das sind aber bei weitem nicht die Einzigen, die ich nachkochen will. Die Zufallsauswahl traf übrigens mein Kühlschrank und insbesondere sein Inhalt.
Btw: Auf der Liste und im Buch allgemein sind viele Rezepte die sich gegenseitig die Reste der Zutaten abnehmen. Das ist für mich ein weiteres großes Plus an dem Buch.

Ich dachte ich erwähne mal ein paar der nachgekochten Gerichte:

  • Gefüllte Kohlwickel – Waren sehr lecker und haben mich super für mehrere Mittagspausen bei der Arbeit versorgt
  • Gemüse-Kartoffel-Pfanne mit Curry – Wenige Zutaten gut kombiniert und hat den restlichen Kohl von den Kohlwickeln verwertet
  • Kräuter-Erdnuss-Nudel-Salat – Erfrischend und gleichzeitig ziemlich scharf 😉
  • In Honig gebackene Kirschtomaten – Der Anblick der Tomaten im Ofen.. hach…
  • Kartoffel-Sellerie-Pürree – Ja gut, das klingt nach Beilage, aber es ist auch aus dem Kapitel „Beilagen“ 😛

 

Fazit:

Zum Fazit möchte ich noch einen wichtigen Punkt erwähnt haben. Ich habe nur ein oder zwei Rezepte aus dem Buch 1:1 umgesetzt, wie es drin stand. Das ist keine Kritik, aber manche Zutaten sind nicht so meins und manche Abläufe bin ich einfach anders gewohnt, bzw. denke ich, dass ich es besser weiß (heheheh…).

Was den riesigen Wert des Buches angeht ist einfach die Muse, die es darstellen kann. Die Bilder und die Art der Rezepte gaben mir einfach das „Haben-Muss“ Gefühl das ist mir bei Kochbüchern wichtig ist. Speziell in diesem Fall sogar das „Nicht-haben-Muss“ Gefühl, wenn es darum geht, Fleisch dabei haben zu wollen.
Deswegen kann ich das Buch auch uneingeschränkt empfehlen.

Hinweis: Das Buch „Täglich vegetarisch – Die schönsten Rezepte aus dem River Cottage“ wurde mir vom AT-Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

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3 Kommentare

  1. Das Buch hätt ich auch gern vom Verlag zur Verfügung gestellt, es steht auch (auf Englisch) auf meiner Wunschliste. Das deutsche Cover find ich grausam, aber es kommt ja eh auf den Inhalt an 😉 Schön, dass es dir gefällt, dann werd ich es alsbald auch kaufen!

    Liebe Grüße
    Nadja

  2. Hört sich ja interessant an. Da ich auch immer dran bin, mir was ohne Fleisch aus dem Cerebrum zu quetschen, werde ich das Buch vielleicht mal genauer beäugen. Danke für den Tipp…

    Gruß Tom

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