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Projekt: „Good Meats“

Einen Monat lang nur "gutes" Fleisch essen.

Einen Monat lang nur "gutes" Fleisch essen.

Hey! Vielleicht erinnert ihr euch ja an mich, ich hab vor einiger Zeit hier mal ein Rezept als Gastautor veröffentlicht. Leider blieb es dann nur bei dem einen, was neben zeitlichen Gründen hauptsächlich an meinem fehlenden fotografischen Talent lag. Aber ich hege noch Hoffnung, dass sich das durch bessere Ausrüstung noch irgendwann einmal ausgleichen lässt. 😉 Bis dahin habe ich etwas anderes gefunden, über das ich schreiben kann, ohne dafür auf Bilder angewiesen zu sein. Namentlich mein Projekt „Good Meats“.

Was ist das für ein Projekt?

Am 31. Dezember letzten Jahres (sprich vor 7 Tagen) habe ich beschlossen, 1 Monat nur noch „gutes Fleisch“ zu essen. Damit meine ich mindestens Bio-Qualität. „Mindestens“, da ich von der Bio-Bezeichnung selbst nicht völlig überzeugt bin und ich Fleisch aus nachweislich guter Haltung vorziehen würde. Ehemals glückliche Tiere wären mir also lieber als gestresste, die Biofutter bekamen.

Warum mache ich das?

Wie genau ich auf den Gedanken kam, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Ich stand dabei grad im Interspar und war für den Silvesterabend einkaufen. Vielleicht war es eine Mischung aus Neujahrsvorsatz, Fleischüberkonsum zu den Feiertagen und etwas anderem, an das ich mich nicht erinnern kann. Ich ärgere mich ziemlich, nicht gleich Notizen gemacht zu haben, aber ich wusste da auch noch nicht, was genau aus dieser Idee wird. Vom Bloggen und einem Namen zu dem „Projekt“ ganz zu schweigen. Dass ich es Projekt nenne, finde ich jetzt noch recht seltsam.

Lecker Kebab, oder: Hallo Gewohnheit, mein ständiger Begleiter

Um dann auch gleichmal durchzustarten habe ich beim Heimgehen auf die Idee vergessen und mir einen Kebab gekauft. Tja… nicht unterbringen lassen. Am selben Abend waren auch noch Freunde zu mir eingeladen, um Schweinsbraten zu essen und Silvester zu feiern. Woher das Fleisch war, wusste ich ehrlich gesagt nicht, aber ich wollte es auch nicht mehr entsorgen. Ähnlich ging es mir mit der Chorizo und den Sardellen (ja, auch Fisch ist gemeint), die noch im Kühlschrank lagen. Das war in etwa meine Ausgangslage, was bereits vorhandenes „schlechtes Fleisch“ angeht.

Gute Freunde…

Inzwischen habe ich einige Freunde darum gebeten, mir bei meinem Vorhaben zu helfen. Die meisten davon sollten mir beim Essen gehen Erinnerungshilfe leisten, wenn ich reflexartig altbekannte Gerichte bestellen sollte. Mein jämmerliches Gedächtnis ist meine Fehlerquelle No.1. Manche davon sind aber auch jahrelange Vegetarier und in Gesprächen mit ihnen bin ich noch auf etwas anderes gekommen: Fleisch ist nicht das einzige Produkt vom geschlachteten Tier.

Da wäre zum einen Mal die Gelatine, die in vielen Fertigprodukten enthalten ist (Pudding, Saucen, Dosengulasch). Damit kann ich leben, da ich seit Langem fast keine Fertigprodukte mehr konsumiere. Gummibärchen schmerzen da schon etwas mehr. Das ist aber laut einigen Seiten im Internet noch lang nicht alles, wofür Gelatine verwendet werden soll.

Weiters ist da dann Käse, bei dessen Herstellung Lab von Kälbern verwendet wird. Zwar nicht bei jedem Käse, da dafür zu wenig Lab von Kälbern auf dem Markt ist, aber auf der Verpackung von Käse ist nicht nachzuvollziehen, welche Art Lab verwendet wurde.
Lab und Gelatine sind wahrscheinlich nur zwei Beispiele aus einer Liste, die ich noch nicht völlig kenne.

Erstes Fazit

Ich hätte am Anfang des Projekts nicht gedacht, dass ich mir noch so viele Gedanken darüber machen werde. Momentan bin ich mir noch nicht mal sicher, wo ich die Grenze für vertretbaren Lebensmitteln ziehen werde. Immerhin war mein Plan ja nicht, Vegetarier/Veganer zu werden. Ob ich nach dem einen Monat weitermachen werde, ist mir auch noch nicht klar. Was ich allerdings machen möchte, ist hier laufend über meine Erfahrungen mit dem Projekt zu schreiben und eventuell auch ein paar neue Gerichte zu erwähnen, die ich auf meinem Weg kennengelernt habe. Die erste Woche ist ja mit heute um und eine kleine Zusammenfassung wird bald folgen.

Ich hoffe ihr habt Interesse daran und wenn ihr wollt, könnt ihr mir gerne auch weitere Tipps geben oder mir sagen, wenn ich mit etwas falsch liege. Ich freue mich jedenfalls schon auf eure Kommentare hier und auf Facebook. 🙂

Bis bald!

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3 Kommentare

  1. finde ich echt toll!
    ich war selber 12 jahre lang vegetarierin und kaufe jetzt nur fleisch aus bio und freilandhaltung! noch mehr bevorzuge ich mutter-kind-haltung.

    nicht nur, dass du den tieren was gutes damit tust – auch dir selber! stell dir vor die ganze angst, streß und qual die tiere aus der massenhaltung in sich haben und von den medikamenten ganz abgesehn: das isst du auch in dich rein! yummy sag ich da nur 😉

    wünsche dir viel erfolg und gute freunde, die dich dabei unterstützen!

  2. Fabian sagt

    Danke dir! 🙂 Eine Freundin von mir will sogar schon mitmachen.

    Bin auch schon gespannt, ob ich nen Biobauern finde, bei dem ich kaufen kann. Hab schon einen gefunden, aber der verkauft Fleisch im minimum 10kg Package, da reicht mein kleiner Gefrierschrank nicht. ^^ Oh ja, Antibiotika hab ich sicher schon genug zu mir genommen. 😀

    Hast du spezielle Lieferanten oder kaufst primär in Supermärkten?

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