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Ein erster Rückblick

Einen Monat lang nur "gutes" Fleisch essen.

Einen Monat lang nur "gutes" Fleisch essen.

Etwa zwei Wochen läuft nun schon mein persönliches Projekt Good Meats. Um es gleichmal zu sagen: es läuft gut. Allein wegen den interessanten neuen Erfahrungen, die ich dadurch bis jetzt gemacht habe.

Neue Gerichte

Die letzten zwei Wochen hatte ich recht viel um die Ohren und musste deswegen öfter unterwegs etwas essen. Dabei hat es mir der Falafel-Kebab angetan. Ich bin auch schon auf der Suche nach einem guten Rezept für Falafel, da die bei den Kebabläden gar nicht so billig sind.

Ein anderes zeitsparendes Gericht war eine recht große Menge Eintopf, bei dem ich das Soja-Fleisch verwendet habe, das ich schon seit einiger Zeit zuhause hatte. Damals habe ich es aus Neugier gekauft, um zu sehen, ob ich den Unterschied merken würde. Der Eintopf war sehr gut, das „Fleisch“ hat den Geschmack von allen anderen Zutaten angenommen und hatte eine gute Konsistenz. Nur der Geruch beim kochen war etwas gewöhnungsbedürftig.

Ansonsten hab ich auch oft normale Fleischgerichte gegessen, die ich dann mit Biofleisch zubereitet habe. Leider habe ich noch keine Quelle für dezidiert ehemals glückliches Tier gefunden. Geschmacklich hätte ich keinen Unterschied gemerkt, aber das lag vielleicht eher an der mittelmäßigen Verarbeitung der Produkte (Salami, Putenwurst), als an dem Fleisch selbst.
Allein wegen dieser Dinge bin ich froh, die letzten beiden Wochen erlebt zu haben und das Projekt weiterzuführen. Allerdings sind das auch Dinge, die funktionieren, solange ich ein gewisses Maß an Möglichkeiten frei habe, wie z.B.: zuhause zu kochen, oder mehrere Gerichte zur Auswahl zu haben.

Kleine Hindernisse

Dieses Wochenende war ich bei Freunden zu einer kleinen Party eingeladen. Es gab dort auch Essen. Übliches Partyessen, also Chickenwings mit Potatowedges, Brot, Knabberzeugs, Süßigkeiten. Ich habe mich einfach an die Focaccia und die Potatowedges gehalten und ab und an während des Acitivityspiels traurig auf die Gummibärchen gestarrt. Gott, ich liebe diese Dinger.

Um es gleich direkt zu sagen, ich möchte keinesfalls undankbar sein und habe mir nicht erwartet, dass für mich was Alternatives aufgetischt wird. Ich hab dort nichtmal gesagt, dass ich momentan nicht alles an Fleisch esse. Mein „Problem“ liegt eher in der trainingsbegleitenden Ernährung, bei der ich auf eine halbwegs ausgeglichene Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Eiweißen, etc. achte. So gesehen musste ich ja nur entscheiden, ob die die Mahlzeit auslasse oder ob einen ordentlichen Kohlenhydrat-Abend genieße. Ich bereue meine Entscheidung keineswegs. 😉

Aber das führt mich zu einem weiteren kleinen Hindernis. Noch hab ich irgendwie noch nicht so die Übung darin, fleischlose Gerichte zu kochen, die auch einen ordentlichen Eiweiß-Anteil haben. Das sollte aber hoffentlich mit der Zeit kommen. Vielleicht ist ja bei euch jemand dabei, der sportbedingt ähnliche Probleme hatte und jetzt hilfreiche Tipps für mich hat?

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, da die „Umstellung“ an sich keine wirklichen Probleme mit sich bringt und mir bis jetzt einfach noch nichts fehlt. Ich fühle mich gut und bin gerade am herausfinden, ob das vielleicht auch am geringeren Fleischkonsum liegt.
Nur auf die Jahresbeginnfeier im Boxclub bin ich gespannt, wenn ich zwischen diesen auftrainierten Monstern mit einem Salat da sitzen werde.

Achja, bevor ich es vergesse. Ich hatte anfangs Sorgen, dass es beim Essen gehen Einschränkungen geben wird. Die gibt es zwar natürlich, aber auch die empfinde ich nicht als solche.

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3 Kommentare

  1. Ich ess ja seit letztem Ostern kaum noch Fleisch (Quasivegetarierin mit gefühlten vier Ausrutschern) und das Eiweiß hol ich mir aus anderen Gerichten. Quinoa z.B. hat sehr viel Eiweiß und schmeckt gut, und natürlich diverse Hülsenfrüchte (Bohnen, Kichererbsen, Erbsen, Linsen) und Eier sowie Sojaprodukte (nicht so häufig). Milchprodukte meide ich eher, da ich sie nicht so gut vertrage.
    Find dein Projekt cool und freu mich schon auf dein Endresumee!

    LG Nadja

  2. Fabian sagt

    Danke für die vielen Tipps. Quinoa finde ich interessant. Habe es noch nie probiert und dachte es wäre eher eine Kohlenhydratquelle, wie z.B.: Couscous.

  3. Ja, das stimmt schon, Kohlehydrate hat es natürlich mehr, aaaber im Gegensatz zu anderen Getreidesorten natürlich auch viel Eiweiß. Musste das selbst grad nachgoogeln 😉

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