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Viva Espania – Pincho moruno mit frischem Brot, Romesco Sauce und Piriñaca

Seit einer Stunde sitze ich vor einer weißen Seite. Sie war nicht immer leer, aber keiner der Texte passte so richtig. Darum will ich mich jetzt auch gar nicht lange mit einem „Ich bin zurück“ aufhalten, sondern dir, mein lieber treuer Leser (der du vermutlich einer der Letzten bist ;)) Danke sagen, dass du wieder vorbeischaust. Und dir, lieber neuer Gast, sage ich ein herzliches „Hallo!“, bitte immer näher treten. Ich hoffe es gefällt dir hier und die findest die ein oder andere Inspiration. 🙂

Apropos Inspiration: Ich habe die große Ehre, bei der Food Blog Parade #7geschmackswelten mitmachen zu dürfen. Um was es da geht? Wir sind 6 Bloggerinnen und ein Blogger, die einmal im Monat Rezepte zu einem bestimmten Land ausprobieren und dann in ihren Blogs veröffentlichen. Wer die restlichen Bloggerinnen und Blogger sind, erfährst du am Endes der Artikels. ?

Jetzt aber mal zu dem, weshalb du da bist: wegen der Rezepte. Im Wonnemonat Mai steht Spanien in unserem Fokus. Und dazu auch gleich ein Geständnis von mir: ich war noch nie in Spanien. Keine Humpftata-Party auf Mallorca, keine Partynacht auf Ibizia, kein Sightseeing in Barcelona und auch das sagenhafte Stadion kenne ich nur von Bildern aus dem Internet.

Aber, und das ist die gute Nachricht, ich habe eine alte Studienfreundin die aus Spanien kommt. Ich habe sie im ersten Semester meines Studiums in Wien kennengelernt und seitdem ist sie nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken. Und sie kann kochen. Und wie sie das kann! Ich kann mich noch SO gut an ihre erste „Eierspeise“ erinnern, die sie irgendwann gegen 4 Uhr morgens in ihrer Mini-Küche zubereitet hat. Und wie oft sie Pincho moruno und Piriñaca gemacht hat… denn so fancy sich das auch anhört, am Endes des Tages sind es Fleischspieße mit frischem Salat. ABER: Die Marinade machts! Darum möchte ich euch ein Rezept mitgeben, dass auch eine solide Basis für die kommende Grillsaison ist.

pinchomureno1 Pincho moruno

Zutaten:

400 g Schweinefleisch
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Prise Pfeffer
2 EL Paprikapulver
Salz
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen (fein gehackt)

Zubereitung: Fleisch in ca. 2x2cm große Stücke schneiden. Alle Gewürze mit dem Olivenöl zu einer Marinade vermischen und das Fleisch mindestens eine Stunde darin ziehen lassen.

Ich habe die Spieße im Backofen (275°, Grillfunktion) zubereitet. Sie waren im Nu fertig,

salat

Piriñaca

Zutaten:

  • 1 gelbe Paprika
  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 1/3 Salatgurke
  • 1 kleine weiße Zwiebel

Zubereitung:

Das Gemüse würfelig schneiden und mit Essig, Öl und Salz anmachen. Fertig 🙂

Romesco Sauce

Zutaten:

  •  2 TL
  • 100 ml Olivenöl (nativ, extra)
  • 1 TL Chilipulver
  • 8 Knoblauchzehen
  • 1 Scheibe Brot
  • 1 EL Petersilie (feingehackt)
  • 12 Mandelkerne (geröstet)
  • 12 Haselnüsse (geröstet)
  • 1-2 Tomaten (gegrillt)
  • 2 EL Weinessig
  • Salz

Zubereitung:

Vier Knoblauchzehen im Öl anbraten und rausnehmen. Das Brot im selben Öl anbraten.

In einem Steinmörser die vier nichtangebratenen Knoblauchzehen mahlen, dann nach und nach gebratenen Knoblauch, Paprikapulver, Chilipulver, Mandelkerne, Haselnusskerne, Petersielie und zum Schluss zerreiben.

Die Haut der gegrillten Tomaten abziehen und die Tomaten fein hacken. Mit restlichen, bereits verarbeiteten Zutaten, mischen. Nach und nach Essig und Öl unterrühren, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz hat.

olivenbrot

Olivenbrot

  • 250g Weizenmehl
  • 250g Vollkornroggenmehl
  • 1 Packerl Trockenhefe
  • 220-230ml lauwarmes Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 80ml Olivenöl
  • 160g Oliven
  • Rosmarin

Zubereitung:

Mehle mit Zucker, Salz und Trockenhefe mischen. Wasser und Olivenöl dazu und gut durchkneten. Den Teig ca. 30 Minuten gehen lassen. Oliven und Rosmarin darunter kneten und noch einmal ca. 20 Minuten rasten lassen. Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und ein Blackbleck mit Backpapier vorbereiten. Den Teig in vier gleichgroße Stücke teilen und daraus längliche Brote formen. Im Backhofen ca. 30-40 Minuten backen (je nach Ofen).

Einen wichtigen Tipp möchte ich euch noch mitgeben: Kauft entsteinte Oliven! Oder plant eine halbe Stunde mehr zum Entfernen der Kerne ein. 😉

Viel Spaß beim Nachkoch! Und wenn dir das Rezept gefällt, freue ich mich über einen Kommentar/Nachricht von dir. 🙂

7geschmackswelten_spanien_rezepte

Und das sind die #7Geschmackswelten:

  • MONTAG: Micha (Kitchen News) eröffnete die Woche mit einer Creme Catalan und Torijas.
  • DIENSTAG: Isabelle (Isas Kitchen) bereitete Pa amb Tomàquet mit Tortilla a la Catalana zu.
  • MITTWOCH: In diesem Beitrag befindest du dich gerade. 😉
  • DONNERSTAG: TAPAS! Den Klassiker gibt es bei Katy (La Katy Fox).
  • FREITAG: Karo (Kardiaserena) zaubert ein ganzes Menü: Serano mit Honigmelon, Paella, Creme Catalan & Erdbeer Sangria.
  • SAMSTAG: Katja (Katja kocht) zeigt dir Rezepte für leckere Mojo Rojo und Verde mit Papas Arrugadas und Lammkoteletts.
  • SONNTAG: Am „Finaltag“ ist Jasmin (Jasmins Little Lifestyle Blog) dran und kocht Veggie Empanadas mit Aioli und weißem Sangria.

Drei Zutaten für das beste Brot der Welt

Frisches Brot. Gibt es etwas besseres als das? Ja, ein frisches Brot, dass verschiedene Aromen enthält und nicht nach Einheitsbrei schmeckt.

Hast du schon selbst Brot gebacken? Du solltest es auf jeden Fall versuchen! Ich mach mein Brot sei gut einem Jahr selbst (die meiste Zeit zumindest). Darauf gekommen bin ich durch das Buch „Die Weizenwampe“ und meinen Verzicht auf Weizenmehl. Es ist nämlich wirklich schwer gutes Brot zu bekommen das a) keinen Weizen enthält und b) wirklich gut schmeckt.

Nicht nur die Mehle sind entscheidet, vor allem die Gewürze entscheiden ob das Resultat schmeckt. Wenn die Aromen stimmen, darf das Brot auch gerne einige Tage alt sein – es schmeckt trotzdem.

Und das schafft ihr mit nur drei Zutaten:

  • Kümmel
  • Koriander
  • Fenchelsamen

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Ich mische alle drei Gewürze 1:1:1. Mit je einem Teelöffel pro Gewürz würze ich so 1kg Mehl (Vollkorn). Das Brot schmeckt dadurch intensiv, so dass es auch nur mit Butter gut schmeckt (DER ultimative Geschmackstest). Trotzdem sind die Gewürze nicht so vereinnahmend, dass anderer Belag wie Käse oder Schinken unter geht.

Meine Gewürze kaufe ich getrocknet, aber im Ganzen und mörsere kurz bevor ich sie zum Mehl mische.

Geschmacklich erinnern das Brot dann an Schusterlaibchen (passt übrigens auch sehr gut zu Suppen wie Gulaschsuppe oder Kartoffelsuppe).

Habt ihr eine besondere Gewürzmischung für euer Brot?

 

Mein Ostertisch

In diesem Jahr haben wir Ostern schon vorher gefeiert. Oder sagen wir so: Wir haben die Fastenzeit kurz für einen gemütlichen und kulinarischen Sonntag ausgesetzt. Vor zwei Wochen also haben wir ein paar Leute eingeladen und geschlemmt. Und so sah der Tisch aus, an dem geschlemmt wurde:

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Liebst du frische Blumen auch so sehr wie ich? Seit Ende Jänner helfen mir die duftenden Blüten über die verregneten, kalten Tage hinweg. Für unseren Lunch habe ich mein Herz an frische Narzissen verloren.

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Das Gelb schreit nach Sonne – genau die richtige Zutat für einen schön gedeckten Tisch. Als Vorspeise gab es einen bunten Salat mit Mohndressing und dazu frisch gebackenes Brot.

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Damit das Brot noch besser schmeckt, habe ich ca. 10 Tage davor Kresse in Eierschalen angebaut (wer hat das nicht im Kindergarten „gelernt“ ;)). Und natürlich gab es auch Ostereier (beim pecken bin ich allerdings recht früh ausgeschieden…).

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Dekotipp: Meister Lampe im Osternest

Heute zeig ich euch meine Osterdeko – oder zumindest einen Teil davon. Viel Schnick-Schnack steht in meiner Wohnung nicht herum, nur auf dem TV-Regal gibt es einen kleinen Platz für hübsche Sachen. Wie zum Beispiel das Osternest.

 

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Es besteht insgesamt aus 6 Teilen. Also wenn du es „nachbauen“ willst, hier alles was du dazu brauchst:

  • Ein Osternest (meines ist aus Holz und mit etwas Moos geschmückt)
  • Federn
  • Vase
  • Osterhase
  • Ostereier
  • Ostergras (und optional etwas altes Zeitungspapier)

Das Osternest kannst du nicht mit Federn und Ostereiern schmücken. In das Osternest setzt du dann eine Vase – die Form eines zerbrochenen Eis bietet sich hier natürlich besonders an. 😉

In das Ei legst du dann etwas zerknülltest Zeitungspapier (spart eine Menge Ostergras!). Darauf eine Schickt Ostergras, auf das du dann den Hasen setzt.

Du siehst: Es ist schnell passiert und auch die Kosten sind überschaubar: knapp 20€ kostet der Spaß. Aber ich finde, dass ist er wert. Was meinst du?

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Kochen mit Trünkel

Trünkel hat mich vergangene Woche zu einem Kochworkshop mit dem Spitzenkoch Markus Trocki eingeladen. Leider habe ich die Vorspeise verpasst, dafür durfte ich aber beim Hauptgang mit dabei sein. Während es sehr viele Informationen rund um Fleisch gab, hat der Koch unser essen gezaubert (und wir Foodblogger fleißig geknippst – welch Überraschung ;-))

Das Menü:

  • Vorspeise: verschiedene Steaks – Kostprobe
  • Hauptgang: Steak mit Blunze in Kohl gewickelt, Kartoffelpüree und Tomaten Chutney
  • Dessert: Käse mit frischem Brot

Meine Impressionen:

Nespresso Gala Dinner

Kaffee und ich – das war schon immer die ganz große Liebe. Nespresso hat diese Liebe in der letzten Woche neu entflammt. Und zwar mit einem Gala Dinner. Geladen wurden dazu 20 Blogger quer Beet – von Fashion, über Reise bis hin zu – surprise – Foodblogger. Das Besondere an dem Dinner war, dass in jedem Gang Kaffee verarbeitet wurde.

Verantwortlich für die kulinarischen Genüsse war übrigens Starkoch Bernie Rieder. Den Start machte ein „Gruß aus der Küche“ – zweierlei von der Kartoffel. Der zweite Gang war ein „Weißes Kaffee-Erbsen ‚Panna-Cotta‘ mit geschmorten Schweinswangerl und Octopus“. „Was Enten vom Essen denken“ war die wohl beste Idee hinter einem Gericht, das ich bis jetzt bekommen habe. Es gab einerseits Mais (also das, was Enten essen) in verschiedener Form, und andererseits auch etwas von der Ente selbst (die Suppe z.B. wurde mit Entenknochen gemacht). „Reh-Kaffee-Vanille“ – ja, es schmeckt so fein, wie es klingt! Und zum Schluss gab es noch ein leckeres Dessert – „Schoko-Wall-Street“ (da habe ich aber vergessen, das Eis zu fotografieren  ;)).

Und natürlich eine Tasse Kaffee: “Dharkan” (Intensität 11), neben „“Kazaar“ (Intensität 12) die zweite neue Nespresso-Sorte.

Das Menü.

Neben dem Essen konnte aber auch die Location überzeugen. Ein Penthouse im ersten Bezirk mit Blick auf den Stephansdom. Begleitet wurde das Gala Dinner übrigens von einem Magier, der uns zwischen den Gängen immer wieder kleine Tricks zeigte.

Und zum Schluss noch eine gute Nachricht: Auch ihr könnt einen so tollen Abend mit 11 eurer besten Freunde erleben. Einfach hier anmelden, mitmachen und mit etwas Glück könnt ihr auch ein Gala Dinner im Penthouse oder einer anderen exklusiven Location in Österreich genießen.

Halloween Cupcakes mit Baiser-Geistern

Halloween Ghost Cupcakes

Lang, lang ists her, dass ich mein letztes Rezepte gepostet habe. Da kommt Halloween genau richtig um – achtung, Witz – von den Toten aufzuerstehen.

Eigentlich muss ich gestehen, dass ich grundsätzlich mehr der Muffin-Typ bin. Soll heißen: Alle Zutaten in eine große Schüssel geben, einmal gut durchrühren und ab damit in den Backofen. So wie sichs für die schnelle Küche eben gehört. Aber dann, hin und wieder, bekomm ich doch einen rappel und möchte das Kochen und Backen zelebrieren. (Vorzugsweise natürlich dann, wenn ich etwas Neues habe, das eingeweiht werden muss ;)).

So gings mir auch bei den Ghost Cupcakes. Ich hatte zwar nichts Neues gekauft, aber das letzte mal „mit Liebe backen“ ist doch schon ein Weilchen her. Liebe muss halt hin und wieder für den Alltag platz machen. Seis drum, Halloween ist genau die Gelegenheit, um wieder mal etwas mehr aus den Töpfen zu holen.

Also habe ich mir mein aller, aller liebstes Cupcakes-Buch ever geholt: „130 Gramm Liebe“ von der wunderbaren Renate Gruber (Rezension folgt übrigens noch, mittlerweile habe ich jeden Cupcake mindestens einmal gebacken).

Geworden ist es dann ein leckerer Schoko-Sponge mit einem Bananen-Schoko-Topping:

Gespenstische Halloween Cupcakes

 

Rezept: Schokoladen-Cupcakes mit leichtem Topping

Zutaten:

Für den Sponge:

  •  85g Schokolade
  • 25g Butter
  • 60g Öl
  • 110g Mehl
  • 20g Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eier
  • 190g Zucker
  • 50ml Wasser
  • 40g Sauerrahm

 

Für das Topping:

  •  2 Bananen
  • 1 EL Zitronensaft
  • 250g Topfen (ich habe Magertopfen genommen; wichtig: er sollte streichfähig sein)
  • 500g Mascarpone (da habe ich eine Light-Variante verwendet)
  • 3 EL Staubzucker
  • 1 EL Kakaopulver

 

Für die Dekoration:

  • schwarze Zuckerkristalle
  • Lebensmittelfarbe in schwarz oder Kakao und einen Schluck Wasser

 

Für die Geister

Baiser bzw. Pavlova

alternativ könnt ihr auch Sahne verwenden, weiße Mascarpone-Creme

Kochutensilien:

Für den Sponge: Muffinblech, Muffin-Papierförmchen, Mixer, Waage, 2 Schüsseln, einen kleinen und einen großen Kochtopf (für das Wasserbad)

Für das Topping: Pürierstab (oder alternativ eine Gabel), Mixer, 2 Rührschüsseln

 

Zubereitung:

      Der Sponge

Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Schokolade klein haken und mit der Butter und dem Öl über einem Wasserbad schmelzen.

Während die flüssigen Zutaten schmelzen, Mehl, Kakaopulver und das Backpulver in einer Schüssel vermischen.

Die Eier mit dem Kristallzucker in einer weiteren Schüssel schaumig schlagen.

Anschließend langsam das geschmolzene Schokoladen-Butter-Öl-Gemisch unterrühren.

Die trockenen Zutaten löffelweise langsam unterrühren. Am Ende soll der Teig schön gleichmäßig und relativ flüssig sein.

Muffinform mit Papierförmchen auslegen und jedes Förmchen 2/3 mit Teig befüllen.

Den Sponge dann gute 40 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.

 

     Das Topping

Topfen, Staubzucker, Kakao und Mascarpone kurz vermixen (kurz=ein paar Sekunden). In einer extra Rührschüssel die Bananen mit dem Zitronensaft pürieren (bzw. alternativ mit der Gabel zerdrücken).

Das Topping in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren.

 

 Die Gespenster

Die Gespenster könnt ihr entweder aus Baiser machen, aus Sahne oder einen hellen (Butter-) Creme. Eurer Fantasie sind da praktisch keine Grenzen gesetzt. 🙂 Die jeweilige Masse einfach in einen Spritzsack mit Loch-Tülle füllen (Durchmesser von mind. 12mm). Und dann drei „Kugeln“ überinandersetzen. Mit etwas schwarzer Lebensmittelfarbe oder sehr dick angerührtem Kakao zwei Augen aufmalen.

Das Topping mit dem schwarzen Zucker bestreuen und die Gespenster drauf setzen – voiá!

Halloween Cupcakes mit Baiser-Geistern

Spargelpizza mit grünem Spargel.

Pizza meets grünen Spargel

Spargel mal anders.

Spargel. Egal ob man ihn mag oder nicht, wenn man ihn auf dem Wochenmarkt erblickt weiß man: Es ist Frühling. Ich persönlich mag den grünen Spargel am liebsten. Bei weißem Spargel muss ich immer an die labbrigen, eingelegten Spargelstängel denken, die es das ganze Jahr über gibt. Nicht, dass sie nicht auch lecker zubereitet werden können, aber… sie sind eben labbrig! Labbriges Gemüse passt einfach nicht in mein Weltbild (außer labbriger Pok Choi in chinesischen Gerichten oder auch in einer leckeren Tom Ka Gai, aber das ist eine andere Geschichte…).

Spargelpizza mit Gorgonzola.

Habe ich mich erst einmal mit grünen Spargel eingedeckt kommt die schwierige Frage nach der Zubereitung. Als Balsam Spargel, im Salat, als Beilage zu einem saftigen Steak, auf einer goldbraunen TarteSpargel ist erstaunlich vielseitig einsetzbar. Also warum nicht auch auf Pizza?

Zugegeben, so ganz war das nicht mein Gedankengang. Ein paar Tage davor habe ich in einer Kochzeitschrift das Rezept für einen Flammkuchen mit grünen Spargel entdeckt (übrigens auch sehr lecker!). Auf den ersten Blick sah der Flammkuchen aber mehr nach einer Pizza aus. Das war Inspiration genug. Und darum präsentiere ich euch heute mein ultimatives Spargelpizza Rezept!

Spargelpizza mit grünem Spargel.

Rezept: Spargelpizza

Zubereitungszeit: 10 Minuten Vorbereitung + mind. 30 Minuten Ruhezeit + ca. 15 Minuten Backzeit

Zutaten für ein Blech:

Für den Teig:

  • 1 Kaffeetasse Mehl
  • 1/2 Packung Germ (trocken)
  • lauwarmes Wasser
  • Salz und Pfeffer

Für den Belag:

  • Tomatenmark
  • Tomatenketchup
  • Wasser
  • Oregano
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Mozzarella
  • ca. 5 Stängel grünen Spargel
  • Gorgonzola
  • Prosciutto

Kochutensilien:

Pizzateigroller, Rührschüssel, Sparschäler, Messer, Schneidebrett.

Zubereitung:

Mehl, einen großen Schluck lauwarmes (wichtig, damit der Germ aufgeht) Wasser, Germ, eine Prise Salz und Pfeffer zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Wie viel Wasser ich genau verwende, kann ich gar nicht sagen, ich mache das immer nach Gefühl. Aber wie immer gilt: Lieber mit etwas weniger Wasser anfangen und dann Schritt für Schritt etwas mehr hinzufügen. Der Pizzateig sollte schön geschmeidig sein und nicht klebrig. Klebt der Teig stark an den Fingern, dann noch etwas Mehl einarbeiten. Reißt er zu stark, fehlt Wasser. Den Pizzateig 30-60 Minuten zum Aufgehen zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit kann man die Tomatensauce zubereiten: Tomatenmark und Ketchup mit Wasser zu einer dickflüssigen Sauce vermischen. Die Knoblauchzehen reinpressen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Grünen Spargel schälen und das holzige Ende wegschneiden. Mit dem Sparschäler dünne Streifen vom Spargel schälen.

Ofen auf 250°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Pizzateig noch einmal durchkneten und anschließend auf einem leicht eingefetteten und bemehlten Blech ausrollen. Tomatensauce darauf verteilen, Mozzarella schneiden und die Pizza damit belegen. Die Pizza jetzt in den Ofen schieben (tendenziell eher weiter unten) – auch wenn der Ofen noch nicht die volle Temperatur erreicht hat. Ca. 5-10 Minuten backen. Dann aus dem Ofen holen, grünen Spargel und Gorgonzola darauf verteilen und noch einmal in den Ofen schieben (jetzt am besten auf oberster Schiene) und erneut ca. 10 Minuten backen lassen.

Sobald der Käse geschmolzen ist und der Belag leicht gebräunt ist, ist sie fertig. Und das geht bei 250°C auf oberster Schiene sehr schnell – also am besten nach 5 Minuten schon mal einen Blick auf die Pizza werfen. Die fertige Pizza noch mit dem Prosciutto belegen – fertig!

Spargel Rezepte

Muttertagstorte mit Blumenbukett

Muttertagstorte mit Blumenbukett

Alles Gute zum Muttertag!

Muttertag war bei uns in der Familie immer ein ganz besonderer Tag. Ich weiß noch, wie wir bereits Wochen davor mit Papa den Tag bis ins kleinste Detail geplant haben. Wir haben die Einkaufsliste geschrieben, schließlich mussten wir am Tag davor auch noch die Muttertagstorte backen. Ablenkungsmanöver für Mama durften genauso wenig fehlen wie das stundenlange Üben des Muttertagsgedichtes. Es wurde gezeichnet und gebastelt, im Kindergarten und daheim, teilweise noch am Morgen des Muttertages selbst, weil eine gezeichnete Blume die falsche Farbe hatte.

Am Sonntag war es dann endlich so weit: wir sind aufgestanden, haben die Muttertagstorte aus der Speisekammer geholt und den Kaffee hergerichtet: 1 Teelöffel Instant Kaffee, 2 Stück Zucker und für Mama einen großen Schluck Milch. Einmal umgerührt, den heißen Kaffeedampf eingeatmet und die Farbe des Kaffees kontrolliert. Perfekt, genauso soll er sein, damit er Mama schmeckt!

Wir haben den Tisch gedeckt, die Geschenke und frische Blumen fein säuberlich rund um Mamas Frühstücksgedeck drapiert und natürlich der Muttertagstorte einen Ehrenplatz auf dem Tisch gegeben. Für uns verging die Zeit immer total schnell, während Mama – und da bin ich mir sicher – schon im Bett ein Buch las in der Hoffnung, dass wir sie bald aufwecken würden. Mit viel zu lauten getrampelt und „Pssssssst!“ stürmten wir dann das Schlafzimmer und stritten uns, wer Mama zuerst alles Gute zum Muttertag wünschen darf. Der nächste Streit drehte sich dann um die Muttertagstorte, bzw. wer das zweite Stück bekommt – ihr kennt das bestimmt. 😉

Heute läuft das nicht mehr ganz so ab. 😉 Mittlerweile sagen wir keine Gedichte mehr auf und malen auch keine Bilder mehr. Aber eine Muttertagstorte bekommt Mama noch immer, das lassen wir uns nicht nehmen. Und damit das dann an besagten Tag auch wirklich klappt, habe ich dieses Jahr die Muttertagstorte schon einmal getestet. Und das ist sie:

Muttertagstorte mit frischen Blumen

Rezept: Muttertagstorte mit Blumenbukett

Zubereitungszeit: 20 Minuten Zubereitungszeit + 50 Minuten Backzeit + einige Stunden Ruhezeit

Zutaten:

   Für den Teig:

  • 2 1/2 Kaffeetassen Mehl
  • 2/3 Kaffeetassen Kristallzucker
  • 2 TL Backpulver
  • 2/3 Kaffeetasse Butter, weich (Zimmerwarm)
  • 1/2 Kaffeetasse Milch
  • 4 Eier

   Für die Füllung

  • 1 Becher Mascarpone
  • 1/2 Becher Sahne
  • Himbeermarmelade
  • 2 Tassen (Tiefkühl) Beeren

   Zum Verzieren:

  • 1 Becher Sahne
  • ev. Sahnesteif
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Rosenwasser (muss aber nicht unbedingt sein)
  • frische Blumen

 

Kochutensilien:

1 Rührschüssel, Mixer, runde Backform (18cm)

 

Muttertagstorte mit Beeren-Mascarpone

 

Zubereitung:

   Teig

Backrohr auf 180°C vorheizen. Alle Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermengen (Mehl, Zucker und Backpulver am besten in die Schüssel sieben). Mit einem Mixer zu einem glatten Teig verrühren und in die Backform füllen. Ich habe zwei Backformen verwendet, weil ich eigentlich dachte, dass der Teig mehr Kuchen ergibt. Beim nächsten mal werde ich aber alles in einer Form backen, das sollte sich ausgehen. Die Form sollte aber trotzdem nur zu ca. 2/3 gefüllt sein. Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Den Kuchen gut auskühlen lassen, am besten über Nacht.

    Creme 

Sahne steif schlagen. Mascarpone und Zucker dazumischen und kurz (!) durchrühren. Die Beeren auftauen lassen und abgießen.

   Verzierung

Sahne steif schlagen. Wird die Muttertagstorte nicht sofort gegessen, würde ich auch noch Sahnesteif unter die Sahne schlagen. Zucker und Rosenwasser vorsichtig unterrühren.

   Die fertige Muttertagstorte

Den Kuchen ein paar Mal durchschneiden, ich habe jeden Kuchen zwei Mal durchgeschnitten und somit sechs Schichten bekommen. Auf der Muttertagstorte etwas Himbeermarmelade verteilen, dann etwas von der Mascarpone-Creme und anschließend die Beeren darüberstreuen. Man kann die Beeren auch direkt unter die Creme mischen, ich wollte aber nicht, dass die Creme meiner Muttertagstorte rosa wird.

Alle weiteren Schichten der Muttertagstorte so vervollständigen. Bleibt etwas von der Mascarpone-Creme übrig, dann man damit noch den ganzen Kuchen eincremen und Löcher etwas ausbessern. Ich habe die Muttertagstorte dann bis zum Kaffee kaltgestellt und erst kurz davor die Sahne steif geschlagen und damit den Kuchen verziert.

 

Frische Blumen auf der Muttertagstorte

 

   Das Blumenbukett für die Muttertagstorte

Die Floristin meines Vertrauens hat mich in Sachen Blumen beraten und mir ein paar wunderschöne Blumen ausgesucht. Für die Muttertagstorte habe ich insgesamt drei Nelken verwendet. Nachdem die Torte mit Sahne eingekleidet wurde, habe ich die Blumen auf die passende Länge zugeschnitten, mit Klebeband fest aneinander geklebt und dann in Klarsichtfolie gewickelt. Will man den Kuchen mitnehmen, kann man auch noch ein nasses Taschentuch in die Klarsichtfolie legen, damit die Blumen noch mit Wasser versorgt werden. Durch die (großzügig verwendete) Klarsichtfolie gelangt auch nichts in die Torte.

In die Mitte der Torte habe ich dann mit einem langen, spitzen Messer ein X geschnitten. In dieses X habe ich dann vorsichtig die Blumen gesteckt. Und das wars dann auch schon, fertig ist die diesjährige Muttertagstorte. 🙂

 

Muttertagstorte mit Blumenbukett

 

Und damit ihr auch wisst, mit wem ich mich um das zweite Stück der Muttertagstorte gestritten habe, möchte ich euch meine kleine Schwester Bianca vorstellen. Bianca ist auch Studentin in Wien und wird hier zukünftig das ein oder andere Rezept posten. Und wundert euch nicht: Topfen und Thunfisch gehören zu ihren Lieblingen in der Küche, dementsprechend wird sie wohl auch einige Rezepte mit diesen Zutaten vorstellen. Und das ist sie:

 

Die Neue auf Studentenküche

Und zu guter letzt will ich euch noch mitteilen, dass das mein Beitrag zum Küchenplausch Muttertag-Event ist. 🙂
Muttertag Rezepte