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Miesmuscheln – How to

Miesmuscheln schlecht

Miesmuscheln verdorben

Muscheln verbinde ich immer mit meinen ersten Urlauben in Italien im zarten alter von ca. 8 Jahren. Ich weiß noch, wie ich jeden Tag mit den ersten Sonnenstrahlen aufgewacht bin, nur damit ich meinen Papa wecken kann, um am Strand mit ihm nach Muscheln zu suchen. Damals allerdings nur die leeren Muschelschalen. Die dann zu Hause einige Monate unbeachtet in einem Karton in der Garage lagen, bis sie meine Mutter an Freundinnenverschenkte. Es entstanden aus ihnen verzierte Bilderrahmen, Flaschen, Spiegel, Kerzen und sonstiger Krimskrams. Aber das ist eine andere Geschichte…

Muscheln versetzen mich noch heute in diese Zeit zurück. Vor allem wenn ich hier welche kaufe, und sie dann nach Algen und Meer riechen. Vermutlich bin ich einer der wenigen Menschen, die diesen Geruch toll finden. Die meisten Leute, die ich kenne, wenden ihre Nase von den frischen Muscheln ab – „das fischelt doch so“.

Damit die Miesmuscheln aber auch schmecken, sollten einige Dinge beachtet werden:

1. Schlechte Miesmuscheln aussortieren: der wichtigste Arbeitsschritt, ansonsten kann es zu einer Vergiftung kommen. Grundsätzlich gilt bei Muscheln im rohen Zustand: geschlossene Muscheln sind in Ordnung, offene Muscheln sind schlecht. Es kann aber natürlich sein, dass sich die Muscheln öffnen, obwohl sie noch in Ordnung sind. Es gibt zwei Methoden um zu prüfen, ob die Muscheln noch gegessen werden können: einerseits kann man Muscheln mit geöffneter Schale mehrmals gegen die Arbeitsplatte klopfen. Wenn sie sich schließen, sind sie in Ordnung. Der zweite Weg ist, die Muschel unter einem kalten Wasserstrahl zu halten, oder auch in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen. Muscheln die offen bleiben sind schlecht und gehören unbedingt aussortiert. Ich wende immer beide Methoden an – sicher ist sicher. Und so sollten das dann aussehen: eine offene Muschel, die sich nach der Klopf- und Wassermethode geschlossen hat.

 

Miesmuscheln schlecht

 

2. Muscheln ordentlich putzen. Einfach unter fließendem Wasser die Muschel putzen. Am einfachsten ist es, wenn man dazu eine Bürste verwendet. Dabei sollte auch der Muschelbart entfernt werden. Das geht ganz einfach, indem man mit einem scharfen Messer an der Muschel entlang gleitet.

3. Zum Schluss wasche ich noch einmal alle Muscheln so lange, bis das Wasser klar ist.

Anschließend können die Muscheln je nach Rezept gekocht werden, zum Beispiel in einer Paella oder im Weißweinsud. Dabei sollten die Muscheln aber immer erst zum Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Ca. 7 Minuten reichen, damit die Muscheln gar sind. Wenn die Muscheln zu lange garen, wird ihr Fleisch schnell trocken. Gekochte Muscheln öffnen ihre Schale.

Wichtig: Muscheln, die nach dem Garen noch geschlossen sind, sollten aussortiert werden!!

 

Miesmuscheln richtig zubereiten

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3 Kommentare

  1. Hans Peter sagt

    Das Rezept klingt sehr lecker, ich freue mich schon, wenn es mir meine Freundin einmal zubereitet. Das mit den zu entsorgenden Muscheln muss man auch erst einmal wissen.

    • Tami sagt

      Das freut mich 🙂 Ich wünsch dir und deiner Freundin viel Spaß beim Nachkochen bzw. erstmal „testen“ der Muscheln 😉

  2. Pingback: Miesmuscheln im Weißweinsud | Studentenküche

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