Autor: Tami

Rezept zum Nachkochen eines österreichischen Klassikers: Marillenknödel

Marillenknödel

Die kalten Temperaturen am Abend und die frühe Finsternis haben mittlerweile den Herbst eingeleitet. Um den Sommer wenigstens auf dem Tisch noch einmal zu zelebrieren, habe ich vor ein paar Tagen Marillenknödel mit einem süßen Geheimnis zubereitet. Marillenknödel sind eine klassische Nachspeise in der traditionellen österreichischen Küche. Eine besondere Interpretation des Klassikers gibt es bei meinem Lieblingseissalon „Tichy“ in Wien, nämlich die Eismarillenknödel. Wie der Name schon sagt, sind diese Knödel aus (Vanille) Eis, mit einem Kern aus Marillenmus (oder Marmelade?), gewälzt in einer Mischung aus Brösel und Nüssen (das sagen mir zumindest meine Geschmacksnerven). Also jeder, der im Sommer mal in Wien ist, sollte unbedingt dem Eissalon Tichy einen Besuch abstatten! Jetzt aber zur klassischen Variante, die mindestens genauso gut schmeckt! Zubereitungszeit: 25 Minuten Zutaten für zwei Personen (8 Stück) ½ Päckchen Topfen (Quark) 1 Kaffeetasse Mehl 1 Ei 1 Prise Salz ½ Kaffeetasse Milch (lauwarm) 8 Marillen 4-8 Stück weiße Schokolade 1 EL Butter 1 Kaffeetasse Semmelbrösel 3 EL – ½ Kaffeetasse Puderzucker (je nachdem, wie süß man die Marillenknödel haben möchte) Kochutensilien …

Steckerlfisch

  Der „Steckerlfisch“ ist eine typisch Oberösterreichische Speise. Der Fisch, in diesem Fall eine Forelle, wird zuerst mariniert und dann auf einem „Steckerl“ (=kleiner Stab) aufgespießt. Die Mariande besteht aus verschiedenen Gewürzen, Knoblauch und Öl. Dabei hat natürlich jeder Fischbrater seine eigene Würzmischung. Gegrillt werden die Fische auf einem Griller über der Glut von Holzkohle. Dadurch bekommt der Fisch auch seinen einzigartigen Geschmack. Zum Essen wird der Steckerlfisch vom Steckerl genommen und serviert. Als Beilagen gibt es typischerweise Schwarzbrot, Semmeln, Brezen und Kartoffelsalat. In meiner Kinderzeit gab es den Fisch noch vielerorts zu kaufen. Jedes mal, wenn wir im Freibad waren, gab es dann zum Abendessen einen Steckerlfisch. Dementsprechend verbinde ich den Fisch mit Sommer, Hitze und Chlorwasser. Mittlerweile gibt es bei uns nur noch selten die Möglichkeit, einen Steckerlfisch zu kaufen. Daher auch mein Rat: solltet ihr irgendwo die Möglichkeit haben, Steckerlfisch zu probieren, tut das – es lohnt sich auf alle Fälle!

Feta-Aufstrich mit Oliven

Feta-Käse macht sich nicht nur im allseits beliebten „Bauernsalat“ gut, auch als Brotaufstrich ist der durchaus zu empfehlen. Den beliebten griechischen Käse pur als Brotbelag zu verwenden, ist mir persönlich zu intensiv, und auch etwas zu trocken. Eine Alternative dafür ist dieser Ziegenkäseaufstrich, zusätzlich verfeinert mit Oliven (die je nach Geschmack aber auch problemlos weggelassen oder ersetzt werden können). Durch das Joghurt wird die Intensität des Käses etwas gemildert. Beim Abschmecken sollte man allerdings etwas vorsichtig sein: durch den Feta (der in einer Salzlake reift) wird nur sehr wenig Salz zusätzlich benötigt.   Feta-Aufstrich mit Oliven Zubereitungsdauer: 5 Minuten Zutaten 1 Packung griechischen Joghurt 1/2 Packung (ca. 1 Hand voll) Feta 1 Knoblauchzehe 6 Oliven (+3 zum Garnieren) Frische Kräuter, Salz und Pfeffer zum abschmecken Kochutensilien Schüssel zum Anrühren, Schneidebrett, Messer, Gabel Zubereitung Feta in kleine Würfel schneiden. Die Oliven entkernen und ebenfalls klein schneiden. Knoblauch fein schneiden und mit Joghurt, Feta und Oliven vermischen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.  Frische Kräuter wie immer ganz zum Schluss untermischen. Ich habe hier eine Mischung aus …

Sommerlich gefüllte Pitta-Taschen

  Gestern war der Sommer kurz für ein paar Stündchen zu Besuch. Und schon kommt die Lust nach einem leichten Snack für den Abend auf. Die gefüllten Pitta-Taschen haben einen entscheidenten Vorteil: sie können nach Lust und Laune variiert werden. Im Sommer machen sie sich besonders gut mit frischem, knackigem Gemüse. Im Winter eignen sich deftige Füllungen wie zum Beispiel ein Ragout und Käse hervorragend. Weil jetzt aber zum Glück Sommer ist, habe ich mich für die frische Variante entschieden. In meinem Fall waren: Karotten, Eisbergsalat und Hühnchen bzw. Thunfisch und frisch zubereitete Dressings (Thousand-Island-Dressing und Joghurt-Dressing).   Sommerliche gefüllte Pitta-Taschen Zubereitungzeit: 5-10 Minuten Zutaten 5 Blätter Eisbergsalat 1 Karotte 1 Putenschnitzel bzw. 1 Dose Thunfisch Öl zum Anbraten Salz und Pfeffer 2 Pitta-Taschen (oder anderes Brot) 1000 Island Dressing oder Joghurtdressing (Rezepte weiter unten) Kochutensilien Pfanne, Kochlöffel, Messer, Schneidebrett, Reibe Zubereitung Putenschnitzel in Würfel schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne Öl erhitzen und das Putenfleisch knusprig anbraten. Die Karotte fein Reiben. Eisbergsalat waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Karotte, Eisbergsalat …

Gnocchi in Gorgonzola-Sauce mit Walnüssen

Gnocchi, Gorgonzola, Walnüsse und ein Glas Wein im besten Fall – wie kann ein sonniger Tag besser ausklingen, als mit etwas Italien-Feeling in den eigenen vier Wänden? Zugegeben, ob das Rezept genau so irgendwo in Italien gekocht wird, weiß ich nicht. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Im Gegenteil. Ich persönlich mochte eigentlich nie Sahne- oder eine Käsesaucen. In letzter Zeit hab ich mich aber etwas im Gorgonzola verliebt. Deshalb war klar, dass er auch einmal in einer Sauce eine Chance bekommt. Und er hat sich gut gemacht! Da es an diesem Abend schon spät war als ich einkaufen ging, war es für meinen Bauch ein leichtes, mich zu fertigen Gnocchi aus dem Supermarkt zu überreden (Schande über mein Haupt!). Ja, hin und wieder muss es eben schnell gehen! Die nächsten Gnocchi werden aber wieder selbst gemacht – versprochen! Jetzt aber zum Rezept:   Zubereitungszeit: 5 Minuten   Zutaten für 1 Person 1/4 Packung Gnocchi 3-4 Scheiben Gorgonzola 1-2 EL Sahne 1/2 Hand Walnüsse Salz, Pfeffer und Kräuter (ich habe hier Zitronenmelisse verwendet) zum Abschmecken   Kochutensilien …

Rezept: Zucchini Pancakes kochen

Zucchini Pancakes

Zucchini Pancakes, Zucchinilaibchen, Zucchiniküchlein – egal wie man sie auch nennt, wichtig ist doch nur, dass sie gut schmecken. UND DAS TUN SIE! Zucchini gehört zu den Gemüsesorten, die es auch über einen längeren Zeitraum im Jahr gibt. In jedem Supermarkt bekommt man sie – meistens abgepackt. Und da liegt für mich auch schon das Problem: was mache ich mit 1 kg Zucchini? Jeden Tag eine Gemüsepfanne ist langweilig, wegschmeißen kommt aber auch nicht in Frage. Das ganze wird durch erschwert meinen Freund: der isst keine wenig Zucchini. „Weil die nach nichts schmecken und die Konsistenz ist auch komisch.“ Gut. Nach dem ersten zaghaften Annäherungsversuch mit Zucchinikuchen, gabs schon mal das OK, dass Zucchini auch weiterhin im Kühlschrank gelagert werden dürfen. Kurzerhand hab ich das letzte mal (nachdem ich einen Zucchinikuchen gebacken habe versteht sich ;-)) „Gemüselaibchen“ gemacht. Und siehe da, sie wurden gelobt. Fairerwaise habe ich ihm hinterher aber auch gesagt, dass die Hauptzutat Zucchinis waren… „na wenn sie klein geschnitten und gewürzt sind, ist das ja in Ordnung“. Na dann: Mahlzeit! Zubereitungsdauer: ca. …

Glossar: Dämpfen

„Dämpfen“ – das Garen mit Dampf ist eine besonders schonende Garmethode. Das Gargut wird unter Wasserdampf (100° C) gegart. Das Dämpfen eignet sich für zartes Fleisch, fettarme Fische, zartes Gemüse, Kartoffeln, etc. Die Grundausstattung zum Dämpfen ist ein Kochtopf mit Deckel und ein Dämpfeinsatz. Der Dämpfeinsatz kann aus Metall oder Bambus (chinesische Küche) sein, und dient dazu das Gargut vom Wasser fernzuhalten. Zum Dämpfen muss der Topf geschlossen sein, damit der Wasserdampf nicht entweichen kann. Vorteil des Dämpfen ist, dass bei dieser Garmethode kaum Aromastoffe des Garguts verloren gehen. Andererseits wird dadurch aber das Aroma von Kräutern und auch Gewürzen herausgelöst, das wiederum vom Gargut aufgenommen wird. Das Anbraten vor dem Dämpfen gibt dem Gargut (vor allem bei Fleisch) zusätzliche Röstaromen.

Glossar: Anrösten

Beim „Anrösten“ werden die Zutaten kurz in heißem Fett angebraten. Vor allem als Grundlage für Saucen werden Zwiebel oder auch Knoblauch angeröstet, aber auch Gemüse und Fleisch können angeröstet werden. Besonders empfehlenswert ist es, Gewürze vor dem Gebrauch anzurösten. Die meisten Gewürze geben durch ihre ätherischen Öle Geschmacksstoffe frei. Wichtig beim Anrösten von Gewürzen ist, dass die Hitze langsam zugeführt wird. Es soll zum Anrösten eine beschichtete Pfanne verwendet werden (kein Öl!). Ausgenommen sind dabei Paprika- und auch Currypulver: diese sollen grundsätzlich nicht angeröstet werden, da sie dabei bitter werden. Als Grundregel beim Anrösten gilt: je feiner das Gewürz, desto kürzer die Röstdauer.